Erfahrungsberichte

Beim Multiplen Myelom, auch Plasmoyztom genannt, handelt es sich um eine derzeit noch nicht heilbare, selten auftretende Krebserkrankung von Zellen des Immunsystems. Als selbst Betroffene kenne ich die Angst vor Therapien und weiß, dass sich viele Fragen aufdrängen.Das Wissen um diese Erkrankung kann helfen, mit der Erkrankung umzugehen, unnötige Ängste abzubauen und zu einer besseren Lebensqualität zu gelangen.

Krankheitsverlauf Brigitte Reimann

Als bei mir 2002 die Diagnose Multiples Myelom (damals Plasmozytom) gestellt wurde war ich geschockt.
Ich hatte keine Ahnung von dieser Krankheit und auch noch nie zuvor davon gehört.
Damals wurde mir eine Lebenserwartung von 6 – 24 Monaten mitgeteilt.
Völlig hilflos stand ich nun vor der Tatsache, davon betroffen zu sein.
Nähere Informationen zu dem Krankheitsbild waren nicht zu bekommen.
Schliesslich übernahm eine Freundin die Suche im Internet und fand Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe. So bekam ich Hilfe, das nötige Wissen und Informationen zum Krankheitsbild. Jetzt konnte ich meiner Erkrankung den Kampf ansagen.

Eigene Therapie von 2002 – 2003:

  •    Chemotherapie 2002 ( VAD )
  •    Stammzellsammlung
  •    Hochdosis Chemo ( Melphelan )
  •    Autologe Stammzelltransplantation ( Tandem )
  •    Bis heute ohne Erhaltungstherapie

Eine große Stütze war meine Hausärztin. Mit Ihrer Hilfe arbeiteten wir uns durch das vielfältige,bei jedem anders verlaufende Krankheitsbild.
Sie stand mir immer hilfreich zur Seite und hat mich unterstützend durch die schwere Therapie begleitet.
Leider ist dies bei den meisten Betroffenen – obwohl es so unendlich wichtig ist – nicht der Fall.

Schon zu dieser Zeit entstand  bei mir der Wunsch, nach Beendigung der Therapie, in meiner Region eine Selbsthilfegruppe zu gründen.

Ich möchte meine Erfahrungen an andere weitergeben und versuchen mit dieser seltenen Krankheit zu leben.

Ich möchte vermitteln das bei Diagnosestellung Multiples Myelom nicht gleichzeitig das Leben zu Ende ist, sondern das es sich lohnt zu kämpfen!
Neue Erkenntnisse in der Medizin und Forschung, und immer wieder neue Therapieansätze geben Mut und Hoffnung für die Zukunft.